Die Person, die niemand kennt.
Elisabeth Handl
Seit dem 27. September 2026 gelten in Österreich die neuen, auf der Richtlinie (EU) 2024/825 beruhenden Regeln für Umweltaussagen. Ob ein Satz zulässig ist, entscheidet sich daran, wie ihn eine durchschnittliche Verbraucherin versteht: angemessen informiert, aufmerksam, verständig. Mehr ist über sie nicht bekannt.
Wochenlang haben wir unsere öffentliche Kommunikation für diese Person überarbeitet. Unsere Fragen und Überlegungen in diesem und nach diesem Prozess finden sich in einem Stück in fünf Bildern. Es fragt, ob man alte Aussagen löscht oder kennzeichnet, ob eine belegte Zahl Wissen ist, weshalb man plötzlich gegen ein mögliches Verfahren schreibt statt für Menschen, ab wann ein Button zum Siegel wird – und was mit einer Sprache geschieht, aus der das Vorläufige verschwindet.
Ein junger Chansonnier sucht die Verbraucherin durch alle Bilder.
Ein Stück in 5 Bildern
Personen
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DIE VERBRAUCHERIN
Angemessen informiert, aufmerksam und verständig. Mehr ist über sie nicht bekannt. Tritt nie auf. Entscheidet alles.
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DAS UNTERNEHMEN
Vierzehn Jahre alt, Wien. Betreibt Server, schreibt Texte. Spricht im Plural, auch beim Zweifeln. Richtet jedes Wort an eine Person, die es nie gesehen hat.
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DER CHANSONNIER
Jung. Steht seitlich, filmt sich dabei. Hat keine Rolle im Stück und redet trotzdem. Sucht die Verbraucherin durch alle fünf Bilder. Findet sie nicht.
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DIE RICHTLINIE
Seit 27. September 2026 in Kraft. Tritt nicht persönlich auf. Ist in jedem Bild, und in allen Sätzen (zumindest latent) anwesend.
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DIE MITBEWERBERIN
Klagebefugt. Erscheint einmal, und verändert rückwirkend alles davor.
Ort & Zeit
Eine Website, ungefähr über 200 Seiten (exkl. Flyer, Downloads). Sommer bis Spätsommer vor 27. September 2026
VORSPIEL
Halbdunkel. Vor dem Vorhang ein Tisch, darauf ein Stapel Papier. Eine Stimme aus dem Off, sachlich, wie eine Durchsage.
Die Figur, um die es geht, stammt aus dem Lauterkeitsrecht. Der Europäische Gerichtshof hat sie in den Neunzigerjahren eingeführt, weil man einen Maßstab brauchte. Wenn strittig ist, ob eine Werbung in die Irre führt, fragt man weder die Werbenden noch die Klagenden. Man fragt, wie eine durchschnittliche Verbraucherin es verstehen würde. Zur Einordnung: EuGH, Gut Springenheide, Rechtssache C-210/96, 1998: https://curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp98/cp9848de.htm
Beschrieben wird sie mit drei Eigenschaften: Angemessen informiert. Aufmerksam. Verständig.
Weitere Angaben existieren nicht.
Seit dem 27. September 2026 gelten in Österreich die neuen, auf der Richtlinie (EU) 2024/825 beruhenden Regeln, kurz EmpCo. Sie verschärfen die Regeln für allgemeine Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel und klimabezogene Aussagen — insbesondere dann, wenn deren behauptete Wirkung nicht entsprechend nachgewiesen werden kann. Ob eine Aussage zulässig ist, entscheidet sich daran, wie jene Person sie liest.
Die Durchsage endet. Licht auf die Seite. DER CHANSONNIER tritt auf, hält das Handy hoch, Frontkamera.
Der Chansonnier
ok also nochmal in kurz
es gibt da eine Person
die entscheidet alles
und keiner hat sie je gesehen
drei Wörter
angemessen informiert
aufmerksam
verständig
das wars
das ist die ganze Akte
#dreiwörter #keinbild #keinname
und jetzt schaut mal genau hin
informiert worüber
aufmerksam wofür
verständig in Bezug auf was
drei Wörter die ein Gegenüber brauchen
und keins kriegt eins
Er dreht die Kamera weg, spricht direkt ins Publikum.
und jetzt kommts
jeder Kanal den ihr kennt
hat eine schärfere Persona als das hier
Alter, Gerät
wann sie scrollt
was sie nervt
wo sie abspringt
#zielgruppe #seit2010
die EU hat drei Adjektive
und entscheidet damit
welcher Satz erlaubt ist
Pause.
es gibt Verbraucherinnen
es gibt Nutzerinnen
es gibt Kundinnen
aber die eine
die hier gemeint ist
die Beschreibung ist so vage
ich find sie nicht
#suchelaeuft
Zeigt nach vorne.
die da schreiben seit vierzehn Tagen
jeden Satz
für die eine
sie werden gleich mit ihr reden
nicht mit euch
mit ihr
antwortet nicht
sie ist nicht da
Die Figur, um die es geht, stammt aus dem Lauterkeitsrecht. Der Europäische Gerichtshof hat sie in den Neunzigerjahren eingeführt, weil man einen Maßstab brauchte. Wenn strittig ist, ob eine Werbung in die Irre führt, fragt man weder die Werbenden noch die Klagenden. Man fragt, wie eine durchschnittliche Verbraucherin es verstehen würde. Zur Einordnung: EuGH, Gut Springenheide, Rechtssache C-210/96, 1998: https://curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp98/cp9848de.htm
Ab.
ERSTES BILD
Wo ein Unternehmen sein Gedächtnis hat
Zwei Bildschirme. Links ein Firmenprofil auf einer Plattform, die jemand anderem gehört. Rechts eine Website, vierzehn Jahre alt. Auf beiden steht dasselbe Unternehmen. Auf einem wird gleich etwas gelöscht.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Guten Tag.
Wir haben gestern auf der Plattform alle Beiträge entfernt. Alle.
Auf unserer Website steht das Gegenteil. Dort finden Sie Aussagen, die wir heute nicht mehr treffen würden, gekennzeichnet als überholt. Wir nennen das Kompost.
Führt Sie das in die Irre?
Oder zeigt es Ihnen, wie weit wir gegangen sind?
Pause.
Gedankentanken
Der Unterschied hat einen Grund.
Unsere Website ist das Herdfeuer. Dort liegt unser Gedächtnis, dort haben wir die Werkzeuge, etwas einzuordnen statt wegzunehmen. Die Plattform ist gemietet. Auf gemietetem Grund gelten fremde Regeln dafür, was mit dem Alten geschieht.
Das war entschieden, lange bevor diese Richtlinie kam. Solange es Websites gibt, bleibt unsere der Ankerpunkt.
Und weil wir diese Entscheidung getroffen haben, betrifft uns die Frage kaum. Andere trifft sie mitten hinein.
Wer seine gesamte Kommunikation in Kanäle gelegt hat, die jemand anderem gehören, hat sein Gedächtnis dort liegen. Zehn Jahre Beiträge, Kampagnen, Antworten auf Kommentare. Manches davon enthält Aussagen, die heute nicht mehr gelten. Bearbeiten lässt sich das kaum, kennzeichnen noch weniger, und die Plattform entscheidet, was überhaupt möglich ist.
Dann bleibt löschen. Oder stehenlassen und hoffen.
Wir wissen nicht, wie diese Unternehmen entscheiden werden. Wir wissen nur, dass wir dieselbe Wahl gehabt hätten, wenn wir anders gebaut hätten.
Eine Klarstellung vorweg, damit kein falscher Eindruck entsteht.
Wir sind für das Löschen.
Wir alle horten. Screenshots von Screenshots. Jeden Sonnenuntergang dreifach. Entwürfe von Texten, die längst veröffentlicht sind. Backups von Backups. Wir lesen Ratgeber über Ordnung in vier Wänden und lagern gleichzeitig Datenmengen, die in einer Wohnung nach zwei Wochen auffallen würden.
Jede dieser Dateien liegt auf einem Server. Jeder Server braucht Strom.
Aufräumen ist überfällig, und wir haben lange vor dieser Richtlinie darüber geschrieben.
Nur ist Entlasten etwas anderes als Bereinigen. Beim einen geht es um Platz. Beim anderen um Inhalt. Die Handbewegung sieht gleich aus. Was sie unterscheidet, ist die Frage, wonach ausgewählt wird.
Im Hintergrund wird ein Regal sichtbar. Darin drei Ausgaben desselben Kinderbuchs. Eine von 1962. Eine umgeschriebene von 2015. Eine mit Vorwort.
Gedankentanken
Drei Wege, immer dieselben.
Aus dem Verkehr ziehen. Umschreiben. Kennzeichnen.
Jeder kostet etwas. Wer das Buch wegnimmt, nimmt auch die Möglichkeit weg, nachzusehen, wie damals gesprochen wurde. Wer es umschreibt, lässt die Vergangenheit in unserer Sprache reden, und damit verschwindet der Abstand, an dem man erkennen würde, dass sich etwas verändert hat. Wer kennzeichnet, behält beides: das Dokument und den Abstand.
Einen Faust schreibt niemand um. Es gibt kritische Ausgaben, Vorworte, Anmerkungsapparate. Man liest ihn in seiner Zeit.
Neu produzieren muss niemand, was er heute für falsch hält – auch dann nicht, wenn es verletzt. Was bereits existiert, ist eine zweite Frage. Wer kennzeichnet, nimmt die Verletzung ernst und lässt trotzdem sichtbar, dass es sie gab.
Der Chansonnier
— tritt seitlich auf, schwenkt die Kamera aufs Regal
ok das ist wild
wir stellen Denkmäler auf
mitten in die Stadt
damit keiner sagen kann er hats nicht gesehen
und daheim im Regal
tauschen wir still ein Wort aus
merkt keiner
#leisegelöscht
warum der Unterschied
Er senkt das Handy.
vorm Denkmal sind wir die die sich erinnern
beim Kinderbuch sind wir die dies gedruckt haben
gekauft
vorgelesen
erinnern geht easy
solang die Schuld wem anderen gehört
#nichtmeinsproblem
Zeigt auf die Bildschirme.
und wenn eine Firma alte Sätze löscht
sagt sie: andere Zeit
fast andere Leute
kennzeichnen wär der schwere Weg
da bleibst du sichtbar derselbe
Er schaut kurz ins Publikum, sucht.
sie ist übrigens auch hier nicht
Ab.
Gedankentanken
Dazu kommt etwas über unseren eigenen Maßstab.
Ob etwas gut war, zeigt sich oft erst Jahrzehnte später. Manchmal Jahrhunderte. Wer heute löscht, entscheidet endgültig auf Basis eines vorläufigen Stands. Wer kennzeichnet, hält die Revision offen.
Im Netz fehlt für dieses Kennzeichnen die Form. Eine Seite ist da oder sie ist weg. Dazwischen liegt wenig.
Andere Felder haben etwas entwickelt. Wissenschaftliche Zeitschriften ziehen einen Artikel zurück und lassen ihn abrufbar, mit einem Vermerk darüber. Zeitungen setzen die Korrektur unter den Text, mit Datum. Wikipedia führt jede Fassung mit. Ein Urteil von 1990 wird nicht gelöscht, wenn die Rechtsprechung weitergeht.
Aus dem Marketing kommt keine dieser Formen. Dort gibt es Kampagne oder keine Kampagne.
Unser eigenes Wort stammt aus einem Text über Vergänglichkeit, den wir vor einem Jahr geschrieben haben. Darf vieles im Leben sterben, sich verwandeln, kompostiert werden — und was ist Kompost, wenn nicht regenerativ.
Dieser Text steht noch auf unserer Website. Darüber ein Vermerk: archivierte Unternehmenskommunikation, Stand vor Anwendung der Richtlinie.
Ein Beitrag, der für das Aufräumen argumentiert, bleibt stehen, weil wir die Form gefunden haben, ihn einzuordnen.
Von der Seite: ein Palettenstapel wird sichtbar. Verpackte Ware, fertig zum Versand.
Gedankentanken
Ein Produkt lässt sich zurückrufen. Ein Satz auf einer Website nicht.
Er ist gelöscht oder er steht.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Haben Sie unser Archiv gelesen?
Und wenn ja: Was hat es Ihnen gezeigt?
Pause. Licht aus.
ZWEITES BILD
Belegen heißt nicht wissen
Ein Dashboard. Eine Zahl in Kilogramm, groß. Daneben, deutlich kleiner, ein Link zur Methodik. Auf der gegenüberliegenden Bühnenseite, noch dunkel: eine Straße.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Hier steht eine Zahl.
Sie ist dokumentiert. Modell, Datenquellen, Systemgrenzen, Gewichtung — alles offengelegt, alles verlinkt.
Lesen Sie den Geltungsbereich mit?
Oder lesen Sie das Ergebnis?
Luftanhalten. Ausatmen.
Gedankentanken
Die Zahl ist eine Annäherung.
Die Organisation, deren Daten wir verwenden, beschreibt die zugrunde liegende Kennzahl selbst als schwach korrelierend mit dem tatsächlichen Energieverbrauch — und nennt das den größten Kritikpunkt an fast allen Rechnern dieser Art.
Belegbar und genau sind zwei verschiedene Dinge.
Im Zitat verliert eine Zahl ihre Fehlerbalken. Was in der Methodik als Annäherung steht, steht im Bericht als Wert. Die Unsicherheit ist dokumentiert und wandert trotzdem nicht mit.
Damit wird das Faktische zu etwas, das es in der Wissenschaft nie war. Zu einer Autorität.
Eine Zahl beendet ein Gespräch. In der Forschung eröffnet sie eines, weil jede Aussage vorläufig ist und die Methode mitdiskutiert wird.
Licht wandert zur Straße. Sie ist leer.
Gedankentanken
Stellen Sie sich eine Straße vor. So und so breit. So und so viele Mistkübel. Beides messbar, beides prüfbar.
Fünf Menschen beschreiben dieselbe Straße.
Eine zählt Mistkübel. Eine zählt Bäume. Eine hört den Lärm. Eine sieht, wer dort sitzt. Eine misst den Schatten um vierzehn Uhr.
Alle Angaben stimmen. Keine ist vollständig.
Die Auswahl war schon eine Entscheidung darüber, was zählt.
Beim Messen ist es dasselbe. Der Rahmen wird gesetzt, bevor gerechnet wird. Strombezug am Standort zählt. Was in der Lieferkette der Hardware geschieht, zählt in dieser Rechnung nicht. Das ist keine Verschleierung, das ist ein Geltungsbereich. Man muss ihn nur mitlesen.
Und dann gibt es Zahlen, die niemand gesetzt hat und die trotzdem überall stehen.
Bei einer Recherche zum Wald begegnete uns eine Angabe, wie viel CO₂ ein einzelner Baum im Jahr bindet. Wir haben keine Primärquelle gefunden. Die Fachliteratur nennt eine Spanne, die je nach Art, Alter und Standort stark schwankt.
Die eine handliche Zahl hält sich, weil sie handlich ist.
Der Chansonnier
— kommt näher als sonst, kein Handy
sie haben wochenlang Tage lang belegt
jede Silbe unterlegt
und stehen jetzt vor der Frage
ist belegen gleich wissen?
nein
und alle wissens
man sagts nur ungern laut
weil dann kommt: wozu dann das Ganze
#realtalk
Er setzt sich auf die Bühnenkante. Nüchtern, ohne Ton.
dreiundfünfzig Prozent aller Umweltaussagen in der EU: vage, irreführend oder unbegründet. Vierzig Prozent gar nicht überprüfbar. Zweihundertdreißig Labels, die Hälfte kaum verifiziert.
Wieder im Ton, leiser.
eine ungenaue Zahl mit offener Rechnung
ist besser als ein schöner Schwur
das ist kein Sieg
das ist Verbesserung
#mehrnicht #reichtaber
Ab.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Wie lesen Sie eine Zahl?
Richtiggehende Stille mit tosendem Denkgeknatter.
Pause.
DRITTES BILD
Absicherung und Vertrauen
Ein Besprechungsraum. Kaffee, ein Laptop, jemand erklärt etwas. Im Hintergrund, kaum beleuchtet, sitzt DIE MITBEWERBERIN und hört zu. Sie sagt während des ganzen Bildes kein Wort.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Wenn Sie etwas online buchen, wie viel Zeit verwenden Sie dafü? Für Anbietesuche. Anbietevegleiche. Für das Buchen? Wie ist das beim Buchen von Webhosting inklusive E-Mail?
Haben Sie die Aussagen der Anbieter geprüft. Die Lieferkette. Den Energienachweis gecheckt. DIe Methodik geprüft?
Wie lang war Ihr Blick auf die Zeile unter der Überschrift gerichtet?
Pause. Solange, um die Schultern zu senken.
Gedankentanken
Die Richtlinie führt sehr konkrete Anforderungen ein.
Ein Siegel braucht ein anerkanntes Zertifizierungssystem. Eine Zukunftsaussage braucht einen detaillierten, überprüfbaren und öffentlich zugänglichen Umsetzungsplan, mit messbaren, zeitgebundenen Zielen und regelmäßiger Prüfung durch unabhängige Dritte. Jede Präzisierung muss auf demselben Medium klar und hervorgehoben stehen.
Alles nachprüfbar. Alles benennbar.
Und der Maßstab, an dem gemessen wird, ob eine Aussage überhaupt in die Irre führt, bleibt eine Person ohne Steckbrief.
Man muss präzise sein gegenüber einer Unschärfe. Standards einführen, damit sie einem Standard genügen, der nicht definiert ist.
In der Beratung klingt das anders. Dort geht es selten um den Durchschnitt. Dort geht es darum, sich gegen die denkbar unaufmerksamste Lesart abzusichern.
DIE MITBEWERBERIN steht auf. Geht durch den Raum. Sieht auf den Bildschirm. Setzt sich wieder.
Gedankentanken
Der Grund dafür liegt im Durchsetzungsweg.
Niemand prüft vorab. Es gibt keine Behörde, die einen Text freigibt. Österreich hat die Richtlinie über eine Novelle des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb umgesetzt. Durchgesetzt wird mit Unterlassung und einstweiliger Verfügung. Initiieren können das Mitbewerber ebenso wie klageberechtigte Verbände.
Damit schreibt man nicht mehr für sie.
Man schreibt gegen ein mögliches Verfahren.
Gedankentanken
Und hier denken wir an andere.
Es gibt Betriebe, die seit Generationen so wirtschaften, wie es heute verlangt wird. Eine Mühle. Eine Tischlerei. Ein Forstbetrieb, der seit hundertfünfzig Jahren nicht mehr entnimmt, als nachwächst, weil das die einzige Art war, den Wald an die Kinder weiterzugeben. Diese Betriebe haben es getan, lange bevor es ein Wort dafür gab.
Jetzt gibt es Wörter, und sie dürfen sie nicht verwenden. Nicht weil sie täuschen, sondern weil der Nachweis fehlt, den nie jemand von ihnen verlangt hat. Die Praxis liegt nicht in Kennzahlen vor. Sie liegt in Gewohnheiten, in Entscheidungen, die niemand aufgeschrieben hat, weil sie selbstverständlich waren.
Wer eine Compliance-Abteilung hat, dokumentiert das nach. Wer zu viert oder allein arbeitet, lässt es.
Die Regel trifft alle gleich. Was kostet es wen wirklich?
Der Chansonnier
— tippt etwas ins Handy. Wartet. Nichts.
ok also
ich schreib ihr seit Tagen
sie liest nicht mal
#leftonread seit 1995
dabei hat man sie erfunden
um sie hochzustufen
klug, wach, geschult
das war die Idee
und dann kommt der der haftet
und zieht sie wieder runter
#dieselbeperson #zweirichtungen
wer urteilt legt sie nach oben aus
wer haftet nach unten
Er steckt das Handy weg.
die Enge kommt nicht aus der Regel
die Enge kommt aus Angst vor ihr
gute Nacht Madame
ich schreib morgen wieder
Ab durch die Nacht.
Gedankentanken
Was dahinter liegt, ist eine Rechnung, die jeder aufmacht.
Prüfen kostet Zeit. Bei jeder Kaufentscheidung, jeden Tag, für jedes Produkt. Diese Zeit hat niemand. Deshalb hat sich eine Abkürzung etabliert: Ein Zeichen steht für eine Prüfung, die man selbst nicht durchführen muss.
Als die Zeichen unbrauchbar wurden, kam eine Regel. Die Regel stützt sich auf eine Person, die niemand kennt.
Ein Siegel steht für eine Prüfung. Eine Rechtsfigur steht für eine Leserin. Datenübertragung steht für Emissionen. Überall, wo Prüfen zu teuer wird, entsteht ein Stellvertreter.
Bleibt eine Frage, die uns beschäftigt.
Wir wissen, für wen wir schreiben. Ein Händler für Maschinenteile musste nie so formulieren, als käme gleich jemand vorbei, der Kleider sucht. Sein Publikum war durch den Ort vorsortiert.
Im Web übernimmt das die Suche. Wir arbeiten täglich daran, mit Suchbegriffen, mit Beschreibungen, mit der Frage, wer klickt. Die Vorsortierung findet statt. Sie liegt nur nicht mehr bei uns, sondern bei Algorithmen, deren Regeln niemand offenlegt.
Vielleicht ist sie der Versuch, gegen diese Undurchschaubarkeit einen festen Punkt zu setzen. Wenn unklar ist, wer liest, dann eben alle.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Kennen Sie uns?
Pause. Auch DIE MITBEWERBERIN steht auf und geht. Kein Lichtschein mehr zu sehen.
VIERTES BILD
Was mit der Sprache geschieht
Eine Projektion: 1929, eine Parade, Frauen gehen rauchend an der Spitze. Das Bild verblasst. An seiner Stelle erscheint eine Website mit sehr viel Text. Auf der Bühne stehen Formen: Quadrate, Kreise, Sechsecke. Auf einem Tisch liegt ein aufgeklappter Fächer mit Autolackmustern. Weiß, Schwarz, Grau, Silber. Ganz hinten ein Blau. Weisser Rauch mäandert von allen Seiten auf die Bühne.
Gedankentanken
Edward Bernays ließ Models rauchend an der Spitze einer Parade gehen. Die Kampagne behauptete nichts über Tabak. Sie ließ Platz, und in diesen Platz setzten sich Frauen selbst ein, die etwas anderes suchten als Zigaretten.
Die Geschichte wird gern als gerade Linie erzählt, von dieser Parade zur gesamten Werbebranche des zwanzigsten Jahrhunderts. Das ist selbst eine Erzählung. Und in einem Text über Erzählungen gehört das natürlich unbedingt dazugesagt.
Was stimmt: Werbung war seither gerichtet im Zweck und mehrdeutig in der Form. Die Deutungsarbeit lag bei der Betrachterin. Darin lag die Kunst. Darin lag die Bandbreite und Wirkung von Verfühung und Manipulation.
Was jetzt entfällt, ist der Platz.
Eine Umweltaussage muss eine Bedeutung haben, und zwar die belegbare. Die Richtlinie nennt selbst ein Beispiel. „Klimafreundliche Verpackung” ist unzulässig. Zulässig ist: „100 Prozent der für die Herstellung dieser Verpackung verwendeten Energie stammen aus erneuerbaren Quellen.”
Der zweite Satz sagt mehr. Er sagt es auch länger, genauer und ohne jeden Zwischenraum.
Pause. Gerade solange, um einmal die Füße im Uhzeigersinn drehend zu bewegen.
Rauch wird abgesogen. Lichtstrahler auf die Formen.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Wir haben einen Button gebaut. Ein Klick führt zu einer Informationsseite. Er darf kein Siegel sein.
Nur steht nirgends, wo ein Siegel anfängt.
Also: Quadrat, Rechteck, Dreieck, Sechseck, Kreis. Ecken kantig oder rund. Umrandet oder gefüllt. Innen Text, innen eine Grafik, innen beides.
Ab wann kippt eine Form?
Wenn ein Kreis mit Text darin ein Siegel ist — woran erkennen Sie das?
Lange Pause.
Zeit, sich eventuell die Kehle zu befeuchten.
Gedankentanken
Auch Farben und Bilder können in Kombination mit Text eine allgemeine Umweltaussage ergeben. Das ist die Regel. Wo die Grenze liegt, hängt daran, wie eine bestimmte Person die Form liest.
Ein Gestaltungsproblem, dessen Kriterium außerhalb der Gestaltung liegt.
Dazu kommt ein Platzproblem. Die Präzisierung muss im selben Blickfeld stehen, klar und hervorgehoben. Kleiner setzen geht nicht. Wegklappen geht nicht. Auf eine Unterseite schieben geht nicht.
Also wächst jede Seite. In einer Zeit, in der ohnehin wenig gelesen wird.
Unsere Seiten waren immer lang. Für manche ist das der Grund zu bleiben, für andere der Grund zu gehen. Was jetzt hinzukommt, macht sie länger — und mehr Information ist am Ende weniger, wenn niemand sie liest.
Für Zukunftsaussagen gilt der strengste Teil. Wer ein Ziel nennt, muss den Weg dorthin vorher belegen: messbar, zeitgebunden, extern geprüft. In der Praxis dürften solche Aussagen weitgehend aus der Werbung verschwinden.
Damit fällt das Vorläufige aus der Sprache. Prototyp. Versuch. Wir probieren das und schauen, was daraus wird.
Das Tun bleibt erlaubt. Das Sprechen darüber wird schwierig.
Der Chansonnier
— nimmt eine der Formen, hält sie vor sich hoch
Kreis mit Text
Siegel oder nicht
Sechseck mit Blatt
Siegel oder nicht
rund, gefüllt, mit Rahmen
Siegel oder nicht
Er stellt sie zurück.
Die Antwort hängt davon ab
wie eine Person das liest
die ich nicht finde
#designproblem #keinlineal
Er greift nach dem Farbfächer. Klappt ihn auf, klappt ihn zu.
81 Prozent aller Autos weltweit
weiß schwarz grau silber
Blau ist die bunteste Farbe die noch vorkommt
mit sechs Prozent
#neutral #seit1953
wir haben mehr Farben als je zuvor
und nehmen keine
Er legt den Fächer zurück. Dreht sich zum Publikum, ernster.
und jetzt was gegen die da vorne
das Argument
Lebendiges lässt sich nicht messen
genau damit hat Greenwashing funktioniert
wer Belegbarkeit als mechanistisch abtut
hat eine bequeme Abwehr gegen jede Nachfrage
#auchwahr
die Regel kam
weil die Unschärfe ausgenutzt wurde
sie bestraft eine Fähigkeit für ihren Missbrauch
das ist bitter
und es ist richtig
beides
Ab.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Haben Sie bis hierher gelesen?
Kurze Pause. Licht aus.
FÜNFTES BILD
Erwachsen, wovon?
Leere Bühne. Nur die beiden Bildschirme aus dem ersten Bild, jetzt dunkel. Das Regal ist noch da. Die Formen auch. Der Farbfächer liegt aufgeklappt auf dem Tisch.
Gedankentanken
Seit dem Stichtag heißt es an vielen Stellen, die Richtlinie führe endlich zu einer erwachseneren Kommunikation.
Das Wort trägt zwei Bedeutungen, und sie führen auseinander.
Erwachsen kann heißen: nüchtern, belegt, ohne Überschwang. Dann ist erwachsen ein anderes Wort für vorsichtig.
Erwachsen kann auch heißen: Widerspruch aushalten, ohne alles zu klären. Mehrdeutigkeit zulassen. Wissen, dass man nicht alles weiß, und trotzdem sprechen.
Wer beide Bedeutungen kennt, sollte sagen, welche er meint.
Wo wird belegt, welche gemeint ist?
Der Chansonnier
— zum letzten Mal. Kein Handy.
erwachsen sagen sie
endlich reif
und wovon sind wir rausgewachsen
aus dem Lauten ja
aus dem Schrillen ja
ok
aber was geht mit
wenn man nur mehr sicher will
Neugier
ausprobieren
staunen
scheitern dürfen
das heißt kindisch wenns nicht passt
und kindlich wenn mans mag
#gleichesding
Langsamer, ohne Ton.
Ambiguitätstoleranz lernst du im Aushalten
nicht im Vermeiden
und wenn die normale Antwort auf einen Fehler ist
ihn verschwinden zu lassen
dann lernst du
Fehler sind Zustände die weg müssen
wer nicht scheitern darf probiert nichts
wer nichts probiert hat nur das was schon bewiesen ist
Er bleibt stehen.
zwei Muster
eine Wurzel
wir halten Unfertiges nicht aus
Er sieht sich ein letztes Mal um. Sucht.
ich hab sie nicht gefunden
vielleicht findet ihr sie
Ab.
LETZTER AUFTRITT
DAS UNTERNEHMEN allein. Die Bildschirme gehen an.
Das Unternehmen
— zu einer, die sich nicht finden lässt
Wir würden Sie gern kennenlernen.
Vierzehn Tage lang haben wir jeden Satz daraufhin geprüft, wie Sie ihn verstehen könnten. Wir haben uns Ihre Aufmerksamkeit vorgestellt. Ihre Vorkenntnisse. Ihre Geduld.
Wir haben Wörter gestrichen, die wir gern behalten hätten, weil Sie sie vielleicht falsch verstehen.
Sie haben nie geantwortet.
Wendung zum Publikum.
Deshalb die Frage an die, die gerade liest.
Waren Sie das?
Schreib uns. Ruf uns an. Frag uns. Fordere uns.
Bei uns antwortet ein Mensch.
Vorhang.
NACHSPIEL
Die Bühne bleibt hell. Auf dem Boden liegen Ausdrucke: entfärbte Fotografien, ein Bild einer Menschenmenge, ein Farbfächer. DER CHANSONNIER kommt zurück, ohne Handy. Er schaut die Blätter durch.
Der Chansonnier
sie bauen jetzt die Bilder zum Text
und weil das mit den Farben drinsteht
nehmen sie den Bildern Farbe weg
genau so viel
wie in der Welt noch übrig ist
Er hält ein Blatt hoch.
das ist konsequent
nur heißt Aufräumen hier auf einmal
Vielfalt rausnehmen
#eingriff
Er legt es hin, nimmt das nächste.
und dann das hier
eine Straße
viele Menschen
keine gleicht der anderen
darüber steht:
wir haben aufgeräumt
Pause.
lest das nochmal
wir haben aufgeräumt
über einer Menschenmenge
Er schaut ins Publikum.
so war das nicht gemeint
und das reicht nicht
#gemeinthatnochniegereicht
Er legt das Blatt auf den Tisch, zu den Formen.
also braucht es hier eine Absicherung
ausgerechnet
nach allem was die da vorne
über Absichern gesagt haben
Ab.
Gedankentanken
Der Einwand stimmt, und wir haben ihn selbst gebraucht.
Ein Satz über das Aufräumen in eigenen Texten, gelegt über ein Bild von Menschen, kann gelesen werden, wie er nicht gemeint ist. Der Bezug entsteht im Zusammenspiel, nicht in der Absicht. Und einmal gesehen, lässt er sich nicht mehr wegnehmen.
Also steht unter dem Bild ein Hinweis, der sagt, worauf sich das Aufräumen bezieht.
Das ist genau die Bewegung, die dieser Text an anderer Stelle beobachtet: eine Aussage, ergänzt um eine Präzisierung, weil die Aussage allein missverstanden werden könnte. Im selben Blickfeld, klar und hervorgehoben.
Wir halten sie hier für richtig.
Damit steht die Frage, die dieser Text nicht beantwortet, noch einmal anders da. Nicht: Braucht es Präzisierung. Sondern: Wann braucht es sie, und wer entscheidet das.
Bei den Bildern haben wir entschieden. Bei einer Aussage über Strom entscheidet jemand, den wir nicht kennen.
Die ersten Menschen verlassen den Raum. Auf dem Vorgang erschient noch eine Projektion.
DENKPROMPT STATT KI-BILD
Die Idee war, das Bild von einer KI visualisieren zu lassen. Nach zwei Versuchen wurde klar: Das verbraucht zu viele Ressourcen und ist nicht das Ziel. Daher für dich ein Denkprompt – zum Selberdenken und Bildermalen im Kopf.
Das Experiment
Die Farbwelt der Autolacke aus der Axalta-Studie wird auf die Welt übertragen: ein Ausschnitt der Welt im Jahr 2035, zu 81 Prozent weiß, schwarz, grau und silber. Die Frage dahinter: Wie sieht die Welt aufgrund unserer Entscheidungen aus?
Der Spaziergang
Stell dir vor, du gehst 2035 durch die Straßen.
Wie sieht es aus? Wie riecht es? Wie fühlt es sich an? Was siehst du in der Ferne? Woran erkennst du, wie wir entschieden haben – beim Klima, bei den Ressourcen, bei der Natur, im Umgang mit Menschen?
Und die Menschen, an denen du vorbeischlenderst: Wie geht es ihnen? Was tun sie? Wie sind sie gekleidet? Was hoffen sie? Was beschäftigt und berührt sie? Worüber reden sie?
Deine Einladung
Farbe fehlt nicht – wir wählen sie ab. Wenn wir als Kollektiv schon beim Autolack auf Farbe verzichten: Wie sieht dann die Welt 2035 aus? Und was macht das mit unserem Verhalten, mit unserem Denken?
Geh mit dieser Frage durch die Straßen von 2035. Und mal dir das Bild aus.
Die Farbverteilung ist eine künstlerische Übertragung des Axalta Global Automotive Color Popularity Report 2025 (Weiß 29 %, Schwarz 23 %, Grau 22 %, Silber 7 %, Blau 6 %) – keine Aussage über die Farben von Städten. Das Bild ist keine Prognose.
HINWEISE
- Text: Greenwebspace. Recherche, Strukturierung und einzelne Begleittexte mit Unterstützung durch KI (Claude, Anthropic). Alle Angaben haben wir geprüft, die Quellen sind verlinkt.
- Bilder: KI-generiert (ChatGPT), teils mit Claude bearbeitet.
Quellen
Recht und Regeln
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Europäischer Gerichtshof: Urteil vom 16. Juli 1998, Gut Springenheide und Tusky, Rechtssache C-210/96. Pressemitteilung Nr. 48/98: curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp98/cp9848de.htm
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Richtlinie (EU) 2024/825 vom 28. Februar 2024 zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel (EmpCo), Amtsblatt der EU: eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024L0825
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Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb 1984 geändert wird (UWG-Novelle 2026), BGBl. I Nr. 58/2026: ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2026_I_58/BGBLA_2026_I_58.html
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Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: EU-Verbraucherschutz und Lauterkeitsrecht: bmwet.gv.at/Themen/Europa/Wettbewerbspolitik/EU-Verbraucherschutz-und-Lauterkeitsrecht.html
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Wirtschaftskammer Österreich: UWG, Verbraucherrecht, Umwelt und Nachhaltigkeit: wko.at/oe/oesterreich/uwg-verbraucherrecht-umwelt-nachhaltigkeit
Umweltaussagen und Siegel
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Europäische Kommission: Green claims (53 % vage, irreführend oder unbegründet; 40 % ohne Belege; 230 Nachhaltigkeitslabels): environment.ec.europa.eu/topics/circular-economy-topics/green-claims_en
Werbung und Erzählung
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Iris Mostegel: Edward Bernays: The Original Influencer. History Today, 6. Februar 2019: historytoday.com/miscellanies/original-influencer
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Stuart Ewen: Public Relations Campaign. American Heritage, Jg. 51, Nr. 3, Mai/Juni 2000: americanheritage.com/public-relations-campaign
Farben
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Axalta: Global Automotive Color Popularity Report 2025: newsroom.axalta.com/posts/pressreleases/axalta-releases-2025-global-automotive-color
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Spies Hecker (Axalta): 73rd Global Automotive Colour Popularity Report: spieshecker.com/au/en_AU/about-us/news/axalta-releases-73rd-global-automotive-colour-popularity-report-.html
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Cath Sleeman: Colour & Shape: Using Computer Vision to Explore the Science Museum Group Collection. Science Museum Group, Oktober 2020: lab.sciencemuseum.org.uk/colour-shape-using-computer-vision-to-explore-the-science-museum-c4b4f1cbd72c
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Cath Sleeman: A little greyer. Creative Industries Policy and Evidence Centre, 12. März 2021: pec.ac.uk/blog/a-little-greyer
Alle Links abgerufen am 12. Oktober 2026.
